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07. September 2025

Was soll sich ab 2026 bei der Photovoltaik ändern

1. Weitere Absenkung der Einspeisevergütung (EEG)

  • Halbjährliche Degression: Die Einspeisevergütung sinkt wie gewohnt weiterhin um etwa 1 % zum 1. Februar 2026. Das betrifft Anlagen, die zwischen dem 1. Februar und dem 31. Juli 2026 in Betrieb gehen.

  • Konkret für kleine Anlagen (bis 10 kWp):

    • Teileinspeisung: von aktuell 7,86 ct/kWh auf 7,78 ct/kWh.

    • Volleinspeisung: von 12,47 ct/kWh auf 12,35 ct/kWh.
      Im August 2026 findet die nächste Degression statt, wodurch die Vergütung weiter sinken wird (z. B. auf etwa 7,70 ct/kWh bei Teileinspeisung)


2. Pflicht zur Fernsteuerbarkeit & Smart-Meter-Ausstattung

  • Ab 2026 müssen neue PV-Anlagen ab 7 kW Leistung fernsteuerbar sein.

  • Smart-Meter-Pflicht für neue Anlagen ab 7 kW – sie müssen mit intelligenten Messsystemen ausgestattet sein.

  • Nachrüstungspflicht für Bestandsanlagen: Anlagen über 7 kW müssen bis spätestens 2029 nachgerüstet werden, um fernsteuerbar zu sein.

  • Kosten für diese Technik begrenzt: Bei Anlagen bis 15 kW darf der Smart-Meter-Betrieb max. 20 € jährlich kosten.


3. Vereinfachte Direktvermarktung

  • Das Solarspitzengesetz 2025 erleichtert den Zugang zur Direktvermarktung, insbesondere für kleinere Anlagen bis 100 kW.

  • Die bürokratischen Hürden sinken deutlich, um Flexibilität und Marktintegration zu fördern


4. Solarpflicht bei Neubauten und Einfluss auf Sanierungen

  • Zwar gibt es noch kein abschließend verabschiedetes Gesetz mit Solarpflicht ab 2026, aber das Solarspitzengesetz 2025 bereitet bereits eine umfassende Ausweitung vor:

    • Neubauten betroffen sind vor allem öffentliche Gebäude und große Nichtwohngebäude.

    • Ab 2026 wird eine Ausdehnung auf Dachsanierungen und Bestandsflächen erwartet

  • Immobilienbesitzer sollten daher frühzeitig prüfen, ob ihre Gebäude betroffen sein könnten, da mit erhöhtem Planungsaufwand und Investitionen in Speicher und Energiemanagement zu rechnen ist


5. Ausbaupläne und Nachrüstbedarf

  • Der jährliche Netto-Zubau an PV-Leistung soll bis 2026 auf 22 GWp ansteigen 

  • Mit einer erwarteten Nutzungsdauer von knapp 30 Jahren gewinnen Ersatzinstallationen von Altanlagen zunehmend an Bedeutung