Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) hat angekündigt, die Einspeisevergütung für neue, kleine Photovoltaik-Anlagen zu beenden. Sie begründet den Schritt mit den deutlich gesunkenen Anschaffungskosten: Neue Anlagen seien inzwischen auch ohne Förderung wirtschaftlich. Bestandsanlagen sollen weiterhin die zugesicherte EEG-Vergütung für 20 Jahre erhalten.
Zukünftig sollen PV-Betreiber stärker an den Netzausbaukosten beteiligt werden. Außerdem plant Reiche, dass Photovoltaikanlagen mit Speichern und intelligenter Steuerung ausgestattet werden, um Strom marktorientiert und netzstabil einzuspeisen. Auch eine Direktvermarktungspflicht für Solarstrom steht im Raum – das heißt: Betreiber müssen ihren Strom selbst vermarkten, anstatt ihn wie bisher über den Netzbetreiber vergütet zu bekommen.
Ein wichtiger Hintergrund sind negative Börsenstrompreise, die vor allem bei hoher Solarstromproduktion auftreten. Bereits seit Februar 2025 erhalten neue Anlagen in solchen Zeiten keine Einspeisevergütung mehr.
Reiche will den Ausbau der Erneuerbaren künftig stärker mit dem Netzausbau abstimmen und die Kompensationszahlungen bei Redispatch-Abregelungen abschaffen. Ziel sei ein effizienteres, marktgerechtes und kostengünstigeres Stromsystem.